Organisationsentwicklung für Digital-Unternehmen

Es ist zwar alles da – aber es passt nicht so richtig. Deshalb wünscht sich ein innovatives Unternehmen innerhalb einer mittelgroßen Firmengruppe mehr New Work und Startup Mode – trotz massiven Wachstums und Verdopplung der eigenen Mannschaft innerhalb weniger Jahre, was meist zu mehr Verwaltung und Bereichsdenken führt. Unternehmerisches Handeln soll gefördert werden, Eigenverantwortung und Entscheidungsfreude; insgesamt sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren eigenen Entwicklungsweg ohne viel Hierarchie in Zukunft stärker selbst gestalten. Zeitgleich werden ausgewählte, erfahrene Team-Mitglieder in neue Managementaufgaben und Unternehmensentwicklung eingearbeitet.

Weniger Hierarchie, mehr Eigenverantwortung

Wenn Eigenverantwortung gefördert werden soll, geht das bei uns schon ab dem Projektstart los. Wir integrieren uns homogen in das interne Team und leisten da Unterstützung, wo sie am nötigsten und nützlichsten ist. Für dieses Projekt konzipierten wir eine kurze Workshop-Strecke mit ambitioniertem Programm. Jeder Workshop wurde einem Teil-Thema der gewünschten Organisationsentwicklung zugeordnet und gemeinsam die Ergebnisse mit typischen digitalen Methoden à la Design Thinking, Jobs to be done und Service Design erarbeitet, die sowieso im Unternehmen gängig und bekannt sind. Die Dokumentation und Weiterverarbeitung der Resultate leistet das interne Team eigenständig. So geht es am schnellsten, agilsten und die Lösungen werden proaktiv im Alltag umgesetzt.

Agile Strategie-Entwicklung im Team

Workshops sind als Entwicklungsform für strategische Themen ideal, wenn die gruppendynamischen Prozesse gut gesteuert werden. Damit wir die bestehende Unternehmenskultur schnell erfassen, haben wir in zwei Vorgesprächen mit dem internen Team und dem Geschäftsführer in Form von qualitativen Interviews ermittelt, wo das Unternehmen steht, was typisch ist und wo die Reise hingehen soll. Danach haben wir in digitaler Form sämtliche entscheidenden Kennzahlen und bisherige Konzepte analysiert. So konnten wir die Workshop-Strecke optimal auf den Status Quo und die gewünschte Veränderung konzipieren. Und die Analysephase dauerte so kurz wie möglich. Der erste Workshop ging direkt in die Vollen: das Zielbild für das Projekt, die gewünschten Führungsprinzipien und der angestrebte Holokratie-Grad des Unternehmens wurden entwickelt bzw. festgelegt. Danach folgten Workshops zu den Teilthemen „Werte in der Führung und Führungsverhalten“, „individuelle Entwicklungswege und Knowledge Management“, „Meetings, Kommunikation und Tools“.

Herausforderungen des Projektes waren die Kürze der Zeit, die Ambitionen des Auftraggebers und die Integration der neuen Strategien in eine bestehende Unternehmensgruppe.

Folgende Ergebnisse und Veränderungen wurden in 5 Mini-Workshops erreicht:

  • neue Führungsprinzipien und Werte
  • neuer Entwicklungspfad für Mitarbeiter
  • weniger Hierarchiestufen, neue Titel
  • neuer Onboarding-Prozess für Mitarbeiter
  • neuer Prozess für den Projektstart mit Kunden
  • Aufbau neuer Führungskreis mit Moderation

Nach der Mini-Workshopreihe wurde ein intern bewährtes Format – ein zweitägiges Offsite, genutzt –, um dem Team die Neuerungen vorzustellen, seine Einschätzungen und Feedbacks einzuholen sowie weitere Ideen zu den Themen miteinander zu erarbeiten. Nach dem zweitägigen Offsite werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die zur Verstetigung des neuen Modells für Entwicklung, Struktur und Führung beitragen – immer unter dem Motto: mehr Eigenverantwortung für jeden.

Facts und Zahlen

Projektdauer

seit Oktober 2018

Projektteam

1 JM Consultant

Beratungsaufwand

Mini-Workshops: 1 halber Tag pro Monat
Offsite: 3,5 Tage
Umsetzungsphase: 1 Tag pro Monat

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