veröffentlicht am 08.07.2026 zuletzt aktualisiert 10.07.2026

Website erstellen lassen: Was es wirklich kostet

7 Min. Lesezeit

Die meisten Agenturen schreiben keine Preise auf ihre Website. Nicht mal eine Hausnummer. Wir verstehen die Logik dahinter – aber wir halten sie für falsch.

Wer eine Website erstellen lassen will, sitzt oft das erste Mal vor diesem Thema. Keine Ahnung, was realistisch ist. Keine Ahnung, ob 5.000 Euro günstig oder teuer sind. Und die Agentur sagt: „Das kommt ganz drauf an.“

Stimmt. Aber das ist keine Antwort.

Also machen wir es anders. Hier sind ehrliche Zahlen, typische Fallen und eine klare Einschätzung, worauf es wirklich ankommt.

Kurz gesagt

Wer eine Website erstellen lassen will, sollte mit realistischen Kosten zwischen 10.000 und über 50.000 Euro rechnen – je nach Umfang, Technik und Strategie. Was den Unterschied macht, ist nicht die Stundenzahl, sondern die Erfahrung der Agentur und die Qualität der Konzeptionsphase.

Was es wirklich kostet, eine Website erstellen zu lassen

Wenn ihr eine professionelle Website erstellen lassen wollt, bewegen sich die Kosten bei uns und bei vergleichbaren Agenturen zwischen 10.000 und über 50.000 Euro. Komplexe Projekte oft deutlich darüber.

Das ist keine Zahl, um euch einzuschüchtern. Das ist die Realität einer Branche, die mit spezialisierten Menschen und echter Denkarbeit Geld verdient.

Zur groben Orientierung:

  • Einfache Unternehmenswebsite – 5 bis 10 Seiten, klares Design, kein komplexer Funktionsumfang: ab 10.000 Euro
  • Mittelgroßes Webprojekt – eigenes Design in Figma, individuelle Funktionen, Content-Arbeit, SEO-Setup: 20.000 bis 40.000 Euro
  • Komplexe Website oder Web-Applikation – individuelle Entwicklung, API-Schnittstellen, Enterprise-Anforderungen, Mehrsprachigkeit: 50.000 Euro und mehr

Günstiger geht es. Baukastensysteme wie Jimdo oder Squarespace kosten ein paar Euro im Monat. Freelancer:innen arbeiten manchmal für 3.000 bis 6.000 Euro.

Ob das die richtige Wahl ist, hängt davon ab, was ihr braucht – und was ihr investieren wollt.

Warum die Preise so stark auseinander liegen

Das ist die Frage, die kaum jemand direkt beantwortet. Wir tun es.

Eine Website von einer professionellen Agentur ist kein Produkt von der Stange. Es ist ein Prozess: Discovery, Konzept, Design, Entwicklung, Tests, Launch, Übergabe – das ist unser Prozess für professionelle Websites. Jeder Schritt braucht Zeit. Zeit kostet Geld. Das ist keine Besonderheit unserer Branche.

Was den Preis konkret treibt:

  • Anzahl und Komplexität der Seiten
  • Individuelles Design oder Vorlage
  • Eigene Funktionen – Konfiguratoren, Buchungstools, Schnittstellen zu CRM- oder ERP-Systemen
  • Content-Produktion – Texte, Fotos, Videos
  • SEO-Aufbau von Anfang an
  • Mehrsprachigkeit
  • Wie viele Überarbeitungsschleifen im Projekt stecken

Was kaum jemand sagt, aber wahr ist: Eine Agentur, die für 3.000 Euro eine vollständige Website liefert, kann das nicht kostendeckend tun. Irgendwo wird gespart – an Zeit, an Qualität oder an der Person, die euer Projekt betreut. Das ist kein Vorwurf. Aber ihr solltet wissen, was ihr kauft.

WordPress website erstellen lassen – und warum wir es empfehlen

Wir bauen die meisten Websites unserer Kund:innen auf WordPress. Das war vor zehn Jahren schon so. Und die Gründe haben sich nicht geändert.

WordPress läuft auf über 43 Prozent aller Websites weltweit – es ist das mit Abstand verbreitetste Content-Management-System. Das hat praktische Konsequenzen: Ein riesiges Ökosystem, viele Entwickler:innen, viele Plugins, viel Know-how am Markt.

Für Kund:innen bedeutet das eine wichtige Freiheit: keine Abhängigkeit von einer einzigen Agentur. Wenn wir irgendwann nicht mehr zusammenarbeiten, findet ihr ohne Probleme jemanden, der eure WordPress-Website weiterentwickeln kann. Das halten wir für ein echtes Qualitätsmerkmal. Nicht für uns – für euch.

Dazu kommt: WordPress und SEO funktionieren gut zusammen, wenn die Basis sauber gelegt ist. Nicht von allein. Aber mit einer durchdachten WordPress-Entwicklung und den richtigen Plugins ist der Grundstein schnell gesetzt.

Was ihr dabei wissen solltet: Eine WordPress-Website braucht regelmäßige Pflege. Core-Updates, Plugin-Updates, Sicherheits-Checks, Performance-Monitoring. Das ist kein Manko – das ist Normalzustand für jede professionelle Website. Was dabei alles dranhängt, beschreiben wir im Detail in unserem Artikel zu WordPress-Wartung.

Website erstellen lassen auf Festpreis – was das wirklich bedeutet

Viele Unternehmen wollen einen Festpreis. Das ist verständlich. Budgets müssen geplant werden.

Wir arbeiten oft mit Festpreisen. Aber wir sagen auch ehrlich, wo das an Grenzen stößt.

Ein echter Festpreis setzt voraus, dass beide Seiten genau wissen, was gebaut wird. Klingt banal. In der Praxis ist es das nicht. Typischer Ablauf bei fehlender Vorbereitung:

  • Agentur gibt Festpreis auf Basis vager Anforderungen
  • Projekt startet, Anforderungen wachsen
  • Agentur stellt Nachträge in Rechnung oder liefert weniger als erwartet
  • Beide Seiten sind frustriert

Das ist kein böser Wille. Das ist schlechte Vorbereitung auf beiden Seiten.

Was hilft: eine bezahlte Discovery-Phase, bevor das Angebot steht. Wir machen das. Die meisten Agenturen, die sauber arbeiten, machen das. Es kostet etwas. Aber es spart in der Regel deutlich mehr – weil das Projekt danach wesentlich reibungsloser läuft.

Wer auf der Suche nach einem Anbieter ist, der „einfach mal einen Festpreis nennt“ ohne vorher zu verstehen, was gebraucht wird: Das ist ein Warnsignal, kein Vorteil.

Die häufigsten Fallen – nach 19 Jahren Praxis

Wir kennen die Muster. Hier sind die, die wir am öftesten sehen.

Der Preis klingt gut, das Ergebnis nicht

Sehr günstiges Angebot, schnelle Umsetzung, fertig. Was dabei rauskommt: meistens ein Template mit eurem Logo drauf. Nichts gegen Templates – aber dann solltet ihr das von Anfang an wissen und entsprechend zahlen, nicht den Preis einer Individualagentur.

Design vor Strategie

Viele Agenturen fangen mit dem Design an. Das ist rückwärts gedacht. Erst kommt die Strategie: Welche Ziele hat die Website? Wen soll sie ansprechen? Wie sieht die Customer Journey aus? Dann Design. Dann Entwicklung. Wer das umdreht, baut eine schöne Website, die nichts leistet.

Kein Plan für danach

Die Website geht live. Und dann? Wer pflegt sie? Wer schreibt neue Inhalte? Wer kümmert sich um Updates und Sicherheit? Eine Website ist kein einmaliges Projekt. Sie ist ein laufendes System. Viele Projekte laufen gut an und verfallen dann langsam, weil niemand Verantwortung übernimmt. Nicht selten endet das in einem teuren Relaunch, der hätte vermieden werden können.

Zu viele Entscheider:innen

Auf Kundenseite braucht jedes Website-Projekt eine verantwortliche Person. Eine, die Entscheidungen treffen kann. Wenn drei Abteilungsleiter:innen in jeden Satz des Textes reinreden wollen, wird das Projekt teuer – und das Ergebnis durchschnittlich.

SEO als Nachgedanke

SEO nachträglich auf eine fertige Website zu stülpen funktioniert mäßig. Wer beim Website erstellen lassen von Anfang an auf SEO achtet – Seitenstruktur, URLs, interne Verlinkung, Ladezeit – hat langfristig einen echten Vorteil gegenüber allen, die das erst nach dem Launch nachholen. Google selbst empfiehlt, SEO bereits in der Planungsphase einer Website zu berücksichtigen. Wir schreiben darüber, warum eine WordPress SEO Agentur dabei einen Unterschied macht.

Was eine Website wirklich wert ist

Wir hören oft: „Eine neue Website ist teuer.“ Stimmt. Unsere Antwort: Eine schlechte Website ist teurer.

Eine Website ist kein Kostenfaktor. Sie ist ein Vertriebskanal. Die meisten B2B-Kaufentscheidungen beginnen mit einer digitalen Suche – und die Unternehmenswebsite ist oft das erste, was potenzielle Kund:innen zu Gesicht bekommen.

Eine Website, die nicht überzeugt, schickt Interessierte direkt zur Konkurrenz. Das passiert still. Ihr seht es nicht. Ihr bemerkt nur, dass die Anfragen ausbleiben.

Schlechtes Design. Langsame Ladezeiten. Unklare Botschaft. Kein Ranking. Das sind die echten Kosten einer Website, die nicht funktioniert. Nielsen Norman Group zeigt: Besucher:innen entscheiden in Sekunden, ob eine Website ihr Vertrauen verdient.

Was ihr mitnehmen solltet

Wenn ihr eine Website erstellen lassen wollt, habt keine Scheu, direkt nach dem Budget zu fragen. Und nennt selbst ein konkretes Budget.

Wir bei JUNGMUT schätzen das sehr. Wer sagt „Wir haben 20.000 Euro und brauchen eine neue B2B-Website“ – mit dem können wir sofort ein ehrliches Gespräch führen. Was ist drin? Was nicht? Was wäre sinnvoll? Das ist ein gutes Gespräch. Viel besser als drei Angebote hin und her, die am Ende alle nicht passen.

Und: Fragt nach Referenzen. Fragt, wer in der Agentur euer Projekt betreut. Fragt, ob es eine Discovery-Phase gibt. Die Antworten auf diese drei Fragen verraten mehr als jeder Pitch.

Häufige Fragen zum Website erstellen lassen


Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Wie lange dauert es, eine professionelle Website erstellen zu lassen?

WordPress oder eine andere Technologie?

Was sollte ich vor der Anfrage vorbereiten?

Können wir die Website nach der Fertigstellung selbst pflegen?

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