veröffentlicht am 31.08.2026 zuletzt aktualisiert 08.09.2026

Was ist HubSpot? Ein Überblick über Hubs, Preise und Grenzen

von Tim Hufermann

6 Min. Lesezeit

Was ist HubSpot? Die Frage kommt oft spät, wenn das Angebot schon auf dem Tisch liegt und jemand die Zahl darunter erklären soll.

Im Marketing heißt die Antwort dann E-Mail-Tool, im Vertrieb CRM. Die IT fragt stattdessen, wo die Daten am Ende liegen. Falsch ist keine der drei Antworten.

Nur ergeben sie zusammen kein Bild.

Kurz gesagt

Sieben Module, Hubs genannt, teilen sich bei HubSpot eine einzige Kontaktdatenbank. Beim Marketing Hub kosten die kostenlosen Tools nichts. Starter liegt bei 7 Euro pro Lizenz und Monat, Professional bei 792 Euro pro Account und Monat, jeweils bei jährlicher Zahlung (Stand: 31.08.2026). Woran die Entscheidung wirklich hängt, ist nicht der Funktionsumfang, sondern die Frage, wie geordnet eure Prozesse schon sind.

Was ist HubSpot?

HubSpot ist eine Software-Plattform für Marketing, Vertrieb und Kundenservice. Alle Module greifen auf dieselbe Kontaktdatenbank zu. Genau das unterscheidet die Plattform von einer Sammlung einzelner Werkzeuge.

Im Kern ist HubSpot ein CRM. Klassische CRM-Systeme sammeln vor allem, was der Vertrieb weiß. Hier stehen Marketing, Service und Vertrieb von Anfang an im selben Datensatz.

Genauso wichtig ist, was HubSpot nicht ist. Es ist kein ERP und keine Warenwirtschaft. Lager, Buchhaltung und Rechnungswesen bleiben in den Systemen, die es dafür gibt.

Hinter der Software steht ein US-Unternehmen mit Hauptsitz in Cambridge, Massachusetts. Brian Halligan und Dharmesh Shah haben es 2006 gegründet, kennengelernt hatten sie sich am MIT. Der Hersteller erzählt das in seiner eigenen Geschichte nach.

Der Hersteller nennt das Ergebnis eine Kunden-Plattform. Marketing, Vertrieb und Service auf einer gemeinsamen Grundlage. Das ist Herstellersprache für einen schlichten Gedanken: ein Kontakt, ein Datensatz, unabhängig davon, wer ihn anfasst.

Wer HubSpot einführt, kauft keine Software, sondern entscheidet sich für eine Datenstruktur.

Wir arbeiten seit 2018 mit HubSpot und begleiten Unternehmen als HubSpot-Agentur von der Auswahl bis in den laufenden Betrieb. Im Erstgespräch lautet die Frage selten, was ist HubSpot. Sondern: Was davon braucht ihr wirklich?

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Wir sortieren mit euch, welche Hubs zu euren Prozessen passen und welche ihr euch sparen könnt.

Diese Hubs stecken in HubSpot

Sieben Hubs führt der Hersteller aktuell: Marketing, Sales, Service, Content, Data, Revenue und Agent (Stand: 31.08.2026). Jeder deckt einen eigenen Bereich ab, das CRM darunter ist für alle dasselbe.

  • Marketing Hub: Software für das Marketing. Formulare, E-Mails, Workflows und das Reporting dazu.
  • Sales Hub: Software für den Vertrieb. Pipelines, Sequenzen, Angebote und Prognosen.
  • Service Hub: Software für den Kundenservice. Tickets, Wissensdatenbank und Feedback.
  • Content Hub: Software für Content. Website, Landingpages und Blog direkt im System.
  • Data Hub: Software für Daten. Synchronisation, Datenqualität und eigene Felder.
  • Revenue Hub: Software für Umsatzprozesse. Abrechnung, Zahlungen und CPQ.
  • Agent Hub: Software für KI-Agents. Bauen, testen und verwalten.

Gekauft wird übrigens nie die Plattform als Ganzes, sondern immer ein einzelner Hub in einer bestimmten Stufe. Die Basis bleibt dabei in jeder Kombination das CRM. Auch wer ausschließlich den Sales Hub bucht, arbeitet auf der gemeinsamen Kontaktdatenbank.

Zwei Namen sind neu, zwei andere verschwunden. Aus dem CMS Hub wurde der Content Hub, aus dem Operations Hub der Data Hub. Viele Übersichten im Netz führen bis heute die alten Bezeichnungen.

Dazu kommt Breeze, der Sammelname für die KI-Funktionen in Marketing, Vertrieb und Service. Wie viel davon im Alltag trägt, hängt an der Datenqualität. Belastbare eigene Erfahrungswerte haben wir dazu noch nicht.

Was das CMS von HubSpot leistet, haben wir im Beitrag zum Content Hub angesehen.

Was HubSpot kostet

Der Einstieg kostet nichts. Die kostenlosen Marketingtools liegen bei 0 Euro im Monat und gelten für bis zu zwei Benutzer:innen. Eine Kreditkarte verlangt der Hersteller dafür nicht (Stand: 31.08.2026).

Darüber staffelt der Hersteller drei Stufen. Die folgenden Preise gelten für den Marketing Hub, andere Hubs rechnen anders ab.

  • Starter: 7 Euro pro Monat und Lizenz bei jährlicher Zahlung, 10 Euro bei monatlicher. Enthalten sind 1.000 Marketingkontakte und 500 Guthaben.
  • Professional: 792 Euro pro Monat und Account bei jährlicher Zahlung, 880 Euro bei monatlicher. Enthalten sind drei Basislizenzen, 2.000 Marketingkontakte und 3.000 Guthaben, jede weitere Lizenz ab 45 Euro. Dazu einmalig 2.930 Euro für das Onboarding.
  • Enterprise: 3.300 Euro pro Monat und Account, unabhängig von der Zahlungsweise. Enthalten sind fünf Basislizenzen, 10.000 Marketingkontakte und 5.000 Guthaben, jede weitere Lizenz ab 75 Euro. Dazu einmalig 6.830 Euro für das Onboarding.

Der Sales Hub rechnet anders ab: Professional kostet dort 90 Euro pro Monat und Lizenz bei jährlicher Zahlung, Enterprise 150 Euro.

Der Marketing Hub rechnet pro Account und bringt drei Lizenzen mit, der Sales Hub pro Lizenz. Wer Preise vergleicht, muss deshalb immer den Hub und die Abrechnungseinheit mitnennen. Alle Stufen im Detail stehen im Beitrag HubSpot Preise.

Zwei Posten werden beim Rechnen gern übersehen. Das Onboarding ist bei Professional und Enterprise verpflichtend und wird einmalig fällig. Und die enthaltenen Basislizenzen decken nur einen Teil des Teams ab, jede weitere Person kostet extra.

Der Sprung von Starter auf Professional ist der teuerste Schritt im ganzen System. Was der kostenlose Plan abdeckt und wo er endet, steht im Beitrag HubSpot kostenlos.

Wann sich HubSpot lohnt und wann nicht

HubSpot lohnt sich, wenn Marketing und Vertrieb dieselben Kontakte bearbeiten und dafür heute getrennte Systeme benutzen. Dann zahlt die gemeinsame Datenbasis sofort ein.

Der zweite Fall sind lange Kaufentscheidungen mit mehreren Beteiligten. Wer über Monate hinweg nachvollziehen will, welcher Inhalt eine Anfrage ausgelöst hat, braucht ein System mit Gedächtnis.

Eine Zahl als Faustregel gibt es nicht. Entscheidend ist, ob mehr als eine Person dieselben Kontakte anfasst. Ab da kostet jede Doppelpflege Zeit, und genau die spart eine gemeinsame Datenbank.

Es gibt auch klare Gegenanzeigen. Wer nur einen Newsletter verschicken möchte, ist mit einem E-Mail-Tool besser bedient. Wer keine definierten Prozesse hat, bekommt sie von HubSpot nicht geliefert.

Software ordnet keine Zuständigkeiten, sie bildet ab, was schon geklärt ist.

Einen Punkt sprechen wir früh an: Je mehr Prozesse in HubSpot liegen, desto teurer wird ein späterer Umzug. Das ist kein Argument gegen die Plattform. Es ist eins dafür, die Datenstruktur von Anfang an exportierbar zu halten.

Und wenn eure Website in WordPress oder TYPO3 gut läuft, muss sie nicht in den Content Hub umziehen. Eine saubere HubSpot Integration reicht in vielen Fällen aus.

So läuft die Einführung ab

Am Anfang steht nicht das Tool, sondern die Bestandsaufnahme. Konfiguriert wird erst danach.

Bestandsaufnahme

Welche Systeme sind im Einsatz, welche Daten liegen wo, wer arbeitet womit? Hier entscheidet sich der Umfang.

Datenmodell

Kontaktfelder, Lifecycle-Stages und Pipelines werden definiert, bevor der erste Datensatz importiert wird.

Aufbau

Die gewählten Hubs werden eingerichtet, Formulare und Workflows gebaut, bestehende Tools angebunden.

Übergabe

Das Team lernt das System an echten Fällen. Ohne diesen Schritt bleibt HubSpot eine teure Adressliste.

Die Dauer hängt am Umfang und an der Datenlage. Wie der Start konkret abläuft, beschreiben wir im Beitrag zum HubSpot Onboarding.

Die häufigste Falle beim Start ist nicht technisch, sondern der Import unsauberer Daten in ein sauberes System.

Was ist HubSpot für euch? Der Prozess entscheidet

HubSpot ist ein gutes System für Unternehmen, die ihre Abläufe kennen und sie sauber abbilden wollen. Für alle anderen ist es ein teurer Weg, Unklarheit zu digitalisieren.

Die sieben Hubs klingen nach einer Kaufentscheidung. In Wirklichkeit sind es sieben Fragen an eure Organisation.

Fangt klein an: Der kostenlose Plan reicht, um zu prüfen, ob das Modell zu euch passt.

HubSpot sauber aufsetzen?

Wir arbeiten seit 2018 mit HubSpot und richten es so ein, dass es eure Prozesse abbildet statt umgekehrt.

Tim Hufermann

Tim Hufermann

Founder & CEO

Tim Hufermann ist Gründer und Geschäftsführer der Kölner Digitalagentur JUNGMUT. Seit 2007 begleitet er Unternehmen, Non-Profits und öffentliche Institutionen bei Website-Relaunches, Marketing Automation und dem Aufbau KI-gestützter Arbeitsweisen.

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