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Marketing Outsourcing vs. fester Mitarbeiter: Was lohnt sich wirklich?
13.05.2026, von Tim Hufermann // mithilfe von KI
Die Marketingabteilung wächst mit den Anforderungen – aber nicht immer mit dem Budget. Irgendwann steht die Frage im Raum: Stellen wir jemanden ein? Oder holen wir uns externe Unterstützung?
Beide Wege haben ihre Berechtigung. Aber die Entscheidung wird allzu oft aus dem Bauch getroffen – oder mit einem einzigen Kostenvergleich, der nur die halbe Wahrheit zeigt. Dieser Artikel legt beide Optionen ehrlich nebeneinander: Was Marketing Outsourcing wirklich bedeutet, wann eine Festanstellung die richtige Antwort ist – und woran du erkennst, welcher Weg zu deiner Situation passt.
Wenn du zuerst verstehen möchtest, was die drei gängigen Modelle (Festanstellung, Freelancer, externe Agentur) im Kostenvergleich tatsächlich voneinander unterscheidet, lies ergänzend unseren Artikel Marketing outsourcen: Was kostet das – und was kosten die Alternativen wirklich?
Was Marketing Outsourcing heute bedeutet
Marketing Outsourcing bedeutet nicht, die eigene Marketingabteilung aufzulösen oder Kontrolle abzugeben. Es bedeutet: operative und kreative Aufgaben gezielt an externe Partner auszulagern – während die strategische Steuerung intern bleibt.
In der Praxis sieht das sehr unterschiedlich aus:
- Ein Unternehmen mit kleiner interner Marketingstelle lagert wiederkehrende Aufgaben aus – Newsletter, Grafiken, Landingpages – und entlastet damit die interne Kapazität für Strategie und Steuerung
- Ein Unternehmen mit Einstellungsstopp beauftragt eine externe Unterstützung als Headcount-neutrale Alternative zur Neubesetzung
- Ein wachsendes Unternehmen testet Marketing-Kanäle mit externen Ressourcen, bevor es intern eine Stelle dafür schafft
Laut einer Bitkom-Studie zu digitalem Marketing in Deutschland verzichten nur 6 Prozent der Unternehmen vollständig auf Outsourcing – 38 Prozent lagern bereits Bereiche wie Online-Marketing und Marktforschung aus. (Quelle: Bitkom)
Outsourcing ist also längst keine Notlösung mehr – sondern ein bewusstes Steuerungsinstrument.
Was eine Festanstellung wirklich bedeutet
Eine eigene Marketing-Stelle ist mehr als ein Gehaltsposten. Sie ist eine strukturelle Entscheidung – mit allem, was dazu gehört.
Die Stärken einer Festanstellung:
- Tiefes Markenwissen: Wer täglich mit dem Unternehmen arbeitet, versteht Tonalität, Positionierung und interne Prozesse besser als jede externe Kraft
- Kurze Kommunikationswege: Keine Briefings über Systemgrenzen hinweg – die Person sitzt im Team
- Strategische Verantwortung: Eine Festanstellung kann Führungsverantwortung übernehmen, Teams steuern, langfristige Projekte vorantreiben
- Kulturelle Integration: Werte, Haltung, Sprache – das entsteht durch tägliche Präsenz
Die Grenzen einer Festanstellung:
- Eine Person, ein Kompetenzprofil: Niemand ist gleichzeitig stark in Design, Text, SEO, Performance Marketing und Strategie – eine Stelle deckt immer nur einen Teil ab
- Kein Puffer: Urlaub, Krankheit, Kündigung – die Arbeit bleibt trotzdem liegen
- Langer Anlauf: Recruiting dauert Monate, Einarbeitung nochmals 3–6 Monate – bis die Person produktiv ist, ist viel Zeit vergangen
- Fixkostenstruktur: Das Gehalt läuft unabhängig vom Arbeitsvolumen – in ruhigen Phasen genauso wie in Peak-Zeiten
Der Vergleich: Was spricht wofür?
Statt eines pauschalen Urteils lohnt sich der Blick auf konkrete Situationen. Hier sind die häufigsten Konstellationen, die wir in der Praxis sehen:
Festanstellung ist die richtige Wahl, wenn…
- der Bedarf dauerhaft hoch und konstant ist – nicht schwankend oder projektbezogen
- die Stelle strategische Führungsverantwortung tragen soll (z.B. Head of Marketing, CMO)
- tiefes, langfristiges Markenwissen aufgebaut werden soll
- Headcount und Budget für eine Vollzeitstelle vorhanden und langfristig gesichert sind
- das Unternehmen eine starke interne Marketingkultur aufbauen will
Marketing Outsourcing ist die richtige Wahl, wenn…
- der Bedarf schwankt – saisonal, projektbezogen oder unregelmäßig
- kein Headcount zur Verfügung steht (Einstellungsstopp, Budget-Limits, Genehmigungsprozesse)
- das interne Team überlastet ist, aber keine neue Stelle geschaffen werden kann
- schnell geliefert werden muss – ohne Recruiting, ohne Einarbeitung
- ein breites Kompetenzspektrum gefragt ist, das eine einzelne Stelle nicht abdecken kann
- Flexibilität wichtiger ist als institutionelles Markenwissen
Und oft: eine Kombination aus beidem
Viele Unternehmen, die gut aufgestellt sind, nutzen beides – eine interne Stelle für Strategie, Steuerung und Markenführung, und externe Unterstützung für operative Entlastung und spezialisierte Aufgaben. Das ist kein Entweder-oder.
Die Kostenfrage: ein ehrlicher Vergleich
Der häufigste Fehler im Vergleich: Das Bruttogehalt einer Marketing-Stelle wird dem Monatsbetrag für externe Unterstützung gegenübergestellt. Das ist kein fairer Vergleich – weil eine Festanstellung deutlich mehr kostet als das Gehalt.
Wenn alle Kosten eingerechnet werden – Arbeitgeberanteil Sozialversicherung, Recruiting, Onboarding, Tools, Ausfallzeiten – kostet eine Marketing-Vollzeitstelle realistisch das 1,5- bis 1,8-fache des Bruttogehalts. Bei einem Durchschnittsgehalt von 50.000–68.000 € sind das schnell 75.000–100.000 € pro Jahr, all-in. (Quelle: Glassdoor Gehaltsreport 2026)
Externer Marketing-Support bewegt sich in einer Spanne, die je nach Retainer-Umfang und Leistungstiefe oft mit den Gesamtkosten einer Halbzeitstelle vergleichbar ist – aber ohne Headcount-Bindung, ohne Ausfallrisiko und mit sofortiger Skalierbarkeit.
Eine ausführliche Durchrechnung aller drei Modelle – Festanstellung, Freelancer und externe Agentur – findest du in unserem Artikel Marketing outsourcen: Was kostet das – und was kosten die Alternativen wirklich?
Was oft übersehen wird: der Preis des Wartens
Eine Festanstellung zu besetzen braucht Zeit. Stellenanzeige, Bewerbungsprozess, Vertragsverhandlung, Kündigungsfrist beim alten Arbeitgeber, Onboarding – realistisch vergehen 4–8 Monate, bis eine neue Person produktiv arbeitet.
In dieser Zeit läuft das Marketing trotzdem. Kampagnen müssen erstellt, Newsletter verschickt, Materialien produziert werden. Wer wartet, bis die Stelle besetzt ist, bezahlt dieses Warten mit verpassten Deadlines, überlasteten Kolleg:innen und verzögertem Wachstum.
Externer Support kann dagegen innerhalb weniger Tage starten. Kein Onboarding, keine Einarbeitungsphase – ein kurzes Kick-off reicht, um mit den ersten Aufgaben loszulegen.
Wie sich das in der Praxis anfühlt, zeigen unsere Cases: zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Innomotics, wo wir ein Marketingteam in einer Transformationsphase operativ unterstützt haben.
Fünf Fragen, die bei der Entscheidung helfen
Wer unschlüssig ist, kann sich diese fünf Fragen stellen:
- Ist der Bedarf dauerhaft oder schwankend? – Konstanter Vollzeitbedarf spricht für eine Stelle. Schwankender Bedarf für externes Support.
- Steht Headcount zur Verfügung? – Wenn nicht, ist externe Unterstützung oft die einzige realistische Option.
- Wie schnell muss Unterstützung da sein? – Bei akutem Bedarf ist eine neue Stelle keine Lösung.
- Welche Kompetenzen werden gebraucht? – Breit und interdisziplinär? Eher externes Team. Sehr spezifisch und strategisch? Eher Festanstellung.
- Was kostet das Warten? – Wenn verpasste Deadlines oder überlastete Teams real spürbar sind, ist der Status quo bereits keine Option mehr.
Fazit: Keine Grundsatzentscheidung, sondern eine situative
Marketing Outsourcing ist kein Zeichen von Schwäche – und eine Festanstellung ist kein Zeichen von Professionalität. Beides sind Werkzeuge. Das richtige Werkzeug hängt von der Situation ab.
Was fast immer falsch ist: die Entscheidung allein am Stundensatz festzumachen, ohne die Gesamtkosten der Alternative zu kennen. Und was fast immer richtig ist: früh genug zu handeln, bevor das Team kollabiert.
Wer wissen möchte, wie externer Marketing-Support bei JUNGMUT konkret aussieht – welche Aufgaben wir übernehmen, wie wir einsteigen und was das Modell für verschiedene Teamgrößen bedeutet – findet alle Informationen auf unserer Leistungsseite für Daily Marketing Support.
Und wer den vollständigen Kostenvergleich zwischen Festanstellung, Freelancer und externer Agentur nachlesen möchte: Marketing outsourcen: Was kostet das – und was kosten die Alternativen wirklich?
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