veröffentlicht am 31.07.2026 zuletzt aktualisiert 08.09.2026

Landingpage erstellen lassen: Werkzeug statt Aushängeschild

von Tim Hufermann

6 Min. Lesezeit

Eine Landingpage erstellen lassen, obwohl die eigene Website doch reicht? Ein typischer Einwand vor dem Start. Meistens stimmt er nicht.

Eine Website informiert. Eine Landingpage soll eine Entscheidung herbeiführen. Das ist ein anderes Handwerk, mit anderen Regeln.

Kurz gesagt

Eine Landingpage ist eine eigenständige Zielseite mit genau einem Ziel. Sie soll Besucher:innen zu einer festgelegten Handlung bewegen. Typische Beispiele sind Anmeldung, Anfrage oder Kauf.

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Was bedeutet Landingpage erstellen lassen im B2B-Kontext?

Wenn ihr eine Landingpage erstellen lasst, verlasst ihr die klassische Website-Logik. Die Startseite soll möglichst viele Wege öffnen. Die Landingpage soll fast alle Wege schließen, bis auf einen.

Navigation, Footer-Links, verwandte Angebote: All das lenkt vom eigentlichen Ziel ab. Deshalb streichen wir bei Landingpages konsequent, was nicht zur Conversion beiträgt.

Für Paid-Ads-Kampagnen oder E-Mail-Aktionen ist das kein Detail, sondern der Kern. Jeder investierte Euro soll auf einer Seite landen, die zum Klick auch inhaltlich passt.

Eine Anzeige verlinkt manchmal auf die Startseite statt auf eine passende Landingpage. Damit bricht sie ihr eigenes Versprechen. Besucher:innen klicken auf ein konkretes Angebot und landen auf einer Seite mit zwanzig anderen. Das kostet Vertrauen und Budget gleichzeitig.

Welche Bausteine gehören zum Aufbau einer Landingpage?

Der Aufbau folgt bei uns immer derselben Logik: Vertrauen aufbauen, Zweifel abbauen, zur Handlung führen. Jedes Element muss diesen Weg unterstützen, sonst fliegt es raus.

Die Hero-Sektion als erster Eindruck

Die ersten Sekunden entscheiden, ob jemand bleibt oder wieder wegklickt. Kernversprechen, Bild und Call-to-Action müssen ohne Scrollen sichtbar sein.

Ein Titel mit klarem Nutzenversprechen, ein kurzer Erklärsatz darunter, ein Button mit eindeutiger Handlungsaufforderung. Mehr braucht die Hero-Sektion nicht.

Vertrauensanker statt leerer Versprechen

Im B2B-Geschäft entscheidet Vertrauen über die Anfrage. Kund:innenlogos, echte Zitate oder konkrete Kennzahlen wirken hier stärker als jede Werbebotschaft.

Zeigt ihr, dass andere Unternehmen bereits erfolgreich mit dem Angebot arbeiten? Das senkt die Hürde für den ersten Kontakt deutlich.

Wichtig dabei: Die Vertrauenssignale müssen zur Zielgruppe passen. Ein Logo eines bekannten Konzerns wirkt auf einen Mittelständler oft schwächer. Die Zahl konkret gesparter Arbeitsstunden überzeugt meist mehr.

Detailtiefe und FAQ ohne Ablenkung

Auch eine fokussierte Seite darf Einwände direkt entkräften. Eine kompakte FAQ klärt Rückfragen, bevor sie im Vertrieb landen.

Das reduziert nicht nur Streuverluste bei der Werbung. Es spart auch Zeit im späteren Sales-Gespräch.

Das Formular als letzte Hürde

Ein zu langes Formular ist ein klassischer Conversion-Killer. Jedes zusätzliche Feld kostet Abschlüsse, besonders auf Mobilgeräten.

Wir fragen nur ab, was für den nächsten Schritt wirklich nötig ist. Alles andere klärt sich im Gespräch danach.

Wie läuft der Prozess in der Praxis ab?

Wir starten mit der Zielgruppen- und Kampagnenanalyse. Welches konkrete Problem soll die Seite lösen, und für wen?

Danach folgt ein Wireframe: reine Struktur, ohne Design. Er testet Informationsfluss und Platzierung der Handlungsaufforderungen. Erst nach Freigabe des Wireframes beginnt die visuelle Gestaltung.

Zum Schluss integrieren wir die Seite technisch. Oft binden wir sie dabei direkt an ein CRM-System wie HubSpot an. So wird jeder Lead sofort weiterverarbeitet.

Parallel dazu planen wir die Tracking-Struktur. Ohne saubere Zielsetzung im Analytics-Tool lässt sich später wenig sagen. Funktioniert die Seite tatsächlich, oder sieht sie nur gut aus?

Nach dem Launch folgt eine erste Testphase von zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit sammeln wir genug Daten für die ersten echten Optimierungen. So raten wir nicht nach Gefühl.

Welche Kostentreiber bestimmen den Preis einer Landingpage?

Der Preis hängt vor allem von drei Faktoren ab. Ausschlaggebend sind Copywriting-Tiefe, individuelles Design und die CRO-Strategie.

Bei uns entscheidet vor allem der Aufwand für Recherche, Text und Testing über den Preis.

Auch die technische Anbindung schlägt sich im Preis nieder. Eine einfache Formularseite ist schneller umgesetzt. Ein mehrstufiger Funnel mit dynamischen Inhalten und CRM-Anbindung braucht deutlich mehr Zeit.

Dazu kommen laufende Kosten, die gerne vergessen werden. Gemeint sind A/B-Tests, Anpassungen nach den ersten Kampagnenwochen und gelegentliche technische Wartung. Plant ihr das von Anfang an ein, erlebt ihr später keine bösen Überraschungen.

Betrachtet ihr es als Investition, eine Landingpage erstellen zu lassen? Dann kalkuliert ihr die Kampagnenlaufzeit direkt mit ein. Eine Seite, die über Monate läuft, rechnet sich anders als eine für eine einmalige Aktion.

Was funktioniert gut – und wo sind die Grenzen?

Eine fokussierte Seite mit weniger Entscheidungsmöglichkeiten schafft mehr Klarheit für Besucher:innen. Genau das ist der Conversion-Vorteil gegenüber einer allgemeinen Infoseite.

Die Grenze liegt bei der Pflege nach dem Launch. Eine Landingpage, die nach der Veröffentlichung nie wieder angefasst wird, verliert an Wirkung. Das passiert mit der Zeit.

Kleine Eingriffe wie eine getauschte Reihenfolge von Vertrauenssignalen oder ein reduziertes Formular sind schnell umgesetzt. Ihr seht die Wirkung direkt an den Conversion-Daten. Und sie sind deutlich günstiger als ein komplettes Redesign. Genau deshalb lohnt sich ein fester Rhythmus für solche Anpassungen. Lasst die Seite nach dem Launch nicht einfach unangetastet laufen.

Ladezeit und mobile Darstellung sind dabei keine Nebensache. Google bewertet Kernkennzahlen wie Ladezeit und Interaktionsfähigkeit direkt in der Core-Web-Vitals-Bewertung. Eine langsame Landingpage kostet damit doppelt: schlechtere Rankings und mehr Absprünge.

Wann solltet ihr eine Landingpage erstellen lassen?

Vor allem beim Start einer neuen Kampagne über Google Ads oder LinkedIn. Investiert ihr dort Budget, verlinkt nicht auf die allgemeine Website.

Auch für Produkteinführungen oder Webinar-Anmeldungen ist eine eigene Seite sinnvoll, weil sie vor Streuverlusten schützt. Mehr zur technischen Anbindung an ein CRM-System steht in unserem Artikel zum HubSpot-Onboarding.

Für ein einmaliges Angebot ohne Folgekampagne lohnt sich der Aufwand dagegen selten. Hier reicht oft ein gut platzierter Abschnitt auf einer bestehenden Seite.

Seid ihr noch unsicher, ob eine einzelne Landingpage reicht oder ein größerer Website-Umbau sinnvoller wäre? Eine Landingpage reicht für eine einzelne Kampagne. Ein Website-Umbau lohnt sich, wenn sich das gesamte Angebot ändert.

Ein weiterer typischer Fall: Messeauftritte und zeitlich begrenzte Angebote. Hier lohnt sich eine eigene Seite besonders. Die Kampagne hat einen klaren Anfang und ein klares Ende. Die Erfolgsmessung wird dadurch einfacher.

Auch Recruiting-Kampagnen profitieren von diesem Ansatz. Eine Stellenanzeige, die auf eine generische Karriereseite verlinkt, führt Bewerber:innen erst durch Navigation und Unternehmensinfos. Erst danach kommen sie überhaupt zur Bewerbung. Eine fokussierte Seite mit klarer Handlungsaufforderung führt direkt zum Formular.

Eine Landingpage ist ein Werkzeug, kein Aushängeschild

Sie muss nicht schön im Sinne einer Visitenkarte sein. Sie muss funktionieren.

Klare Struktur, ein durchdachtes Angebot und eine Botschaft, die zur Anzeige passt. Das bringt am Ende mehr als jedes zusätzliche Designelement. Weitere datenbasierte Tipps von HubSpot bestätigen diesen Fokus auf Einfachheit.

Wollt ihr eine Landingpage bauen lassen, sprecht zuerst über das Ziel. Farben und Bilder kommen erst danach. Alles andere folgt aus dieser Reihenfolge fast automatisch.

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Tim Hufermann

Tim Hufermann

Founder & CEO

Tim Hufermann ist Gründer und Geschäftsführer der Kölner Digitalagentur JUNGMUT. Seit 2007 begleitet er Unternehmen, Non-Profits und öffentliche Institutionen bei Website-Relaunches, Marketing Automation und dem Aufbau KI-gestützter Arbeitsweisen.

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