Hoch oder Quer? Wie ihr Video-Content 2025 richtig für Social Media produziert
In der schnelllebigen Welt von Social Media entscheiden heute nicht nur Inhalt und Story über Erfolg, sondern auch das richtige Format. 2025 ist Video-Content wichtiger denn je, sei es als Reels, Shorts, Stories oder klassische Feed-Beiträge. Doch was funktioniert besser: Hochformat oder Querformat? Und wie passt man Content effizient für unterschiedliche Plattformen an?
Wir geben euch einen kompakten Überblick über die aktuellen Best Practices für das Jahr 2025.
Warum das Format (immer noch) entscheidend ist
Ob ein Video angeklickt, angesehen und geteilt wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut es sich ins Nutzungserlebnis der Plattform integriert. Das Format beeinflusst die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeitsspanne und das Engagement – und sollte deshalb nie zufällig gewählt werden.
Das Format ist die Eintrittskarte, der Algorithmus entscheidet über die Reichweite
Ein Video im richtigen Format wird überhaupt erst sauber ausgespielt. Ob es danach Reichweite bekommt, entscheidet die Empfehlungslogik der Plattform, und die funktioniert bei TikTok, Reels und Shorts nach demselben Prinzip.
Der Einstieg ist dort nicht das Profil, dem jemand folgt, sondern ein Feed aus Vorschlägen: bei TikTok die „Für dich“-Seite. Was dort landet, leitet die Plattform aus dem bisherigen Sehverhalten ab. Nutzer:innen bekommen also mehr von dem, was sie ohnehin schon geschaut haben.
Für die Produktion heißt das: Positioniert euch inhaltlich so eindeutig wie möglich und bleibt dabei. Content, der klar in eine Nische passt, lässt sich leichter zuordnen und landet zuverlässiger bei Leuten, die sich dafür interessieren. Ein Kanal, der jede Woche das Thema wechselt, macht es dem System schwer.
Und ganz praktisch: Wer eine Plattform nicht selbst nutzt, entwickelt kein Gefühl dafür, was dort gerade funktioniert. Ein paar Wochen mitscrollen ersetzt keine Strategie, aber ohne das fehlt die Grundlage dafür.
Hochformat: Mobile first, Engagement first
Das Hochformat hat sich als dominierendes Format für mobile Nutzung etabliert, und 2025 gilt das mehr denn je.
Vorteile:
- Nutzt den Smartphone-Screen vollständig aus
- Perfekt für kurze, snackable Inhalte mit hoher Scroll-Stopp-Wirkung
- Wird von Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube Shorts algorithmisch bevorzugt
Typische Einsatzbereiche:
- Instagram Reels & Stories: 9:16, ideal für schnellen, persönlichen Content
- TikTok-Videos: Hochformat ist Pflicht
- YouTube Shorts: Kurz und vertikal performt hier am besten
Querformat: Klassisch, professionell – und immer noch relevant
Das Querformat ist das klassische Videoformat und hat weiterhin seine Daseinsberechtigung – vor allem dort, wo Inhalte auf größeren Screens konsumiert werden.
Vorteile:
- Professioneller Look & mehr visuelle Tiefe
- Ideal für Erklärvideos, Interviews oder Event-Dokus
- Besser geeignet für B2B-Content auf Plattformen wie LinkedIn oder für YouTube-Langformate
Typische Einsatzbereiche:
- YouTube-Videos (ab 3 Min)
- LinkedIn Ads oder Produktvideos
- Website-Content & Case Studies
Update 2025: Plattform-Trends im Überblick
|
Plattform |
Bevorzugtes Format |
Empfohlene Länge |
Formatdetails |
|---|---|---|---|
|
Instagram Reels |
Hochformat (9:16) |
15–90 Sek. |
Fokus auf vertikale Kurzvideos |
|
Instagram Feed |
Hochformat (4:5) / Quer (16:9) |
bis 60 Sek. |
Quadratisch ist rückläufig |
|
TikTok |
Hochformat (9:16) |
7–30 Sek. (optimal) |
CTA & Hook in den ersten 3 Sek. |
|
YouTube Shorts |
Hochformat (9:16) |
bis 60 Sek. |
Sehr algorithmusgetrieben |
|
YouTube (klassisch) |
Querformat (16:9) |
3–10 Min. (Shortform) |
Für Tutorials, Vlogs, Interviews |
|
|
Querformat (16:9) |
15 Sek. – 2 Min. |
Professioneller Look bevorzugt |
JUNGMUT Praxis-Tipp: Cross-Format-Planung spart Ressourcen
Wenn ihr Inhalte plattformübergreifend einsetzen möchtet, solltet ihr bei der Produktion auf eine modulare Contentstruktur setzen. Das bedeutet:
- Gedreht wird in 4K und 16:9, sodass ihr später in der Postproduktion problemlos auf 9:16 (Hochformat) zuschneiden könnt.
- Wichtige Inhalte im Center Frame platzieren, damit kein Element bei Formatwechsel abgeschnitten wird.
- Achtet auf Text-Overlay-Positionen und passt diese je nach Plattformversion an.
Unsere Social-Media-Format-Empfehlung für 2025
Hochformat = Performance, Querformat = Tiefe.
Die meisten Social-First-Plattformen (Instagram, TikTok, YouTube Shorts) verlangen nach vertikalem Video-Content, der auf schnellen Konsum ausgelegt ist. Gleichzeitig bleibt das Querformat wichtig für Inhalte, die informativ, hochwertig oder langfristig genutzt werden sollen, etwa im B2B-Bereich oder für Websites.
Entscheidend ist: Nicht „entweder oder“, sondern „sowohl als auch“ – strategisch geplant.
Drei Fragen, die ihr euch vor jeder Videoproduktion stellen solltet:
- Wo wird das Video hauptsächlich ausgespielt?
- Wen will ich erreichen und wie konsumiert diese Zielgruppe Content?
- Wie kann ich den Content effizient auf mehrere Plattformen anpassen, ohne an Qualität zu verlieren?
Noch unsicher, welches Format für eure Marke ideal ist?
Als Digitalagentur helfen wir euch bei der Entwicklung eurer Contentstrategie für Social Media, der passenden Formatwahl und der crossmedialen Umsetzung, von der Konzeption bis zur Postproduktion.